Habt ihr in der letzten Zeit Schweins-braten gegessen? Ja? Hervorragend! Dann berichtet uns doch von eurem Erlebnis.
Schreibt einen kurzen Bericht über das Lokal und sendet ihn an info@youmunich.de. Gerne schalten wir euch auch als Autor frei und ihr könnt dann immer wieder eure Erfahrungen über die bayerische Kultur auf dem YM Blog wiedergeben
Bier konn da Münchner literweis dringga – und zwar zu jeda Gelegenheit. In da Fria zum Frühschoppen, mittags zum Schweinsbrodn, nachmittag im Biergarten und abends in da Boazn sowieso. Und ganz in seim Element is da Münchner, wenn d’ Wiesn is.
In zwoa Wocha Oktoberfest werd er eigentlich gar nimma niachtern und dringgt den Gerstensaft mit seine Spezln um’ d Wettn. Je mera Mass oaner schafft, umso angesehener is a bei seine Spezl! Prost!
Bitt’schön schreibts doch hier eire Wiesnerlebnisse nei, oder auch so ultimadive (Geheim)-Tipps. Oder was ma no nach der Wiesn so mocha ko. (Apres-Wiesn-Party-Tipps). Oder einfach allesmögliche wos zur Wiesn passt.
Also miteinand, auf a krass’n Wiesn
Auf so einer Schweinsbratentesttour darf natürlich auch nicht das Hofbräuhaus München fehlen. Hier geht es natürlich zu wie auf einem Rummelplatz, also Gemütlichkeit ist hier eher nicht zu finden. Dafür geht man ja auch nicht ins Hofbräuhaus. Das bunte Treiben hat ja auch so seine Reize. So kämpft der Durchschnittschinese schon sehr mit seiner Maß, die französische Touritruppe ist freudigst erstaunt über das kultivierte Miteinander und die Blaskappelle spielt mit einer beeindruckenden Präzision das “Prosit der Gemütlichkeit” hoch und runter.
Aber wir sind ja nicht zum Vergnügen da, sondern um den Schweinsbraten zu testen. Die Portion war ordentlich, allerdings muss der Krautsalat extra hinzugebucht werden. Geschmacklich war es dann doch eher enttäuschend. Bei den Mengen, die Tag für Tag über den Tresen gehen, haben wir prinzipiell mehr Handwerkskunst erwartet. Denn, wenn nicht im HBH, wo lohnt es sich dann, die Soßen selber anzusetzen.
Als Fazit können wir von YouMunich festhalten: Den Bauch vorher vollschlagen und dann ab ins Getümmel und die internationalen Beziehungen pflegen!
„Sind Sie der Schweinsbraten“, grantelt die Kellnerin in dem Münchner Ausflugslokal. „Seh´ ich so aus“, scherzt der Gast und will schon nach dem Teller greifen. Nicht zu Späßen aufgelegt, knurrt ihn die Kellnerin an: „Mögen´s frech werden oder essen?” Servicewüste München: Angemacht, abserviert und abkassiert. Schlange stehen.
Sicher wart ihr auch schon mal in Situationen, in denen ihr Euch riesig über die Serviceleistung hier in München geärgert habt.
Hier eröffen wir nun eine Rubrik, in der ihr mal Dampf ablassen könnt, die Dinge und Betrieb (über den ihr Euch geärgert habt) mal beim Namen nennen könnt, als Warnung oder Weltverbesserung.
Wie freuen uns auf rege Kommentare….
Uahhh…… Wieder mal so ein Sommertag zum Helden zeugen. Oder für sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Und da muss es ja nicht zwangsläufig der etablierte Biergarten sein. Nein, auch chillen an der Isar bietet sich da quasi an. Und da braucht’s zum bayrischen Grundnahrungsmittel auch noch eine Beilage. Also erstmal zur Metzgerei Moser in Neuhausen.
So…., an der Isar angekommen, ersma ein schönes Plätzchen gesucht, – nix los um die Uhrzeit – dann erstmal ein Sprung ins kühle Nass, bevor die ersten strebsamen Studenten aus der Morgenvorlesung kommen. Ist ja vollkommen gefahrlos, denn anders als vor einigen Jahrzehnten ist die Isar heute wieder sauber. München zählt zu den wenigen Großstädten, in deren Fluss man baden kann. Dies natürlich aufgrund hoher Umweltauflagen der Anrainer, aber zudem wird das Wasser im Oberlauf mit ultraviolettem Licht bestrahlt, und das tötet die Keime fast zu 100% ab.
So, nachdem die ersten 2 Halben getrunken sind, wird’s Zeit für’s Frühstück. Es muss ja nicht immer der Grill angeworfen werden, frühs um 9 tun’s auch ein paar Semmeln mit Münchner Leberkäs.
Ist der Magen gesättigt, dürstet es nach weiteren Fläschchen des bewusstseinserweiternden Edelstoffes. Die Kehle gut befeuchtet ans Isarufer gekuschelt, regt der verträumte Blick in die grüne Isar natürlich zum Philosophieren an. Doch warum ist die Isar grün?
Die Isar ist ein quicklebendiger Gebirgsfluss. Sie entspringt ungefähr 130 km südlich von München in den österreichischen Bergen. Dann bahnt sie sich ihren Weg über breite Kiesbänke in Richtung Norden, eilt durch München hindurch und mündet in der Nähe von Deggendorf in die Donau. Von der Quelle bis zur Mündung legt der Fluss 295 km zurück, und gehört damit zu den Mittelgroßen in Deutschland. Wer heute die Zehen in die Isar hält, kann es sich kaum mehr vorstellen, dass sie jahrhundertelang die Menschen in Angst und Schrecken versetzt hat. Immer wieder überflutete sie München, riss Häuser nieder und brachte Menschen den Tod. Im Jahr 1813 stieg die Isar so hoch, dass unter dem Druck des Wassers eine Brücke einbrach. Zu diesem Zeitpunkt standen etwa 100 Menschen auf der Brücke, sie alle kamen in der Isar um. Erst in den Jahrzehnten danach war die Technik so weit, dass man die Isar eindämmen konnte. Man legte ein kompliziertes Kanalsystem an, das die Münchner einigermaßen ruhig schlafen ließ. Neben einigen unterirdischen Kanälen ist es vor allem die Anlage zwischen Corneliusbrücke und Praterinsel. Der wilde Gebirgsfluss war gezähmt.
Da war doch noch eine Frage offen? Nämlich: Warum ist die Isar grün?
Nun, in Wirklichkeit hat das Isarwasser überhaupt keine Farbe. Wenn man es mit der Hand schöpft, sieht man, dass es durchsichtig ist, gerade so, als hätte jemand in den Bergen droben einen riesigen Wasserhahn aufgedreht. Es wirkt an machen Tagen nur so, als wäre die Isar grün. Das liegt an den winzigen Kalkpartikeln, die die Isar aus dem Karwendelgebirge mitbringt, in dem sie entspringt. Wenn die Sonne scheint, dann bricht sich das Licht an den Myriaden Schwebeteilchen und lässt das Wasser grünlich leuchten. Es sind diese Tage, an denen die Münchner ihre Isar besonders lieben.
So, in diesem Sinne noch ein paar Halbe des isargekühlten Edelstoffes.
Hartz IV, dass gönn ich mir….
Das Filmfest München steht wieder mal bevor. Das Filmfest München ist das zweitgrößte Filmfestival in Deutschland. Es findet jährlich Ende Juni in München statt und ist Deutschlands bedeutendstes Sommer-Filmfestival. Es stellt Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme sowie Fernsehfilme in internationaler, europäischer oder deutscher Erstaufführung vor. 2010 findet das Filmfestival vom 25. Juni bis 3. Juli statt.
Mit mehr als 200 Filmen auf 18 Leinwänden und etwa 70.000 Besuchern ist es vor allem ein Publikumsfest. Zugleich dient es Filmjournalisten und Fachbesuchern als Treffpunkt der Filmbranche. Das Filmfest dauert neun Tage. Nach der Eröffnungsveranstaltung im Mathäser-Filmpalast spielt sich das Festival in fünf zentralen Veranstaltungsorten (Filmmuseum, CinemaxX, Museum Lichtspiele, Gasteig, Rio Filmpalast) entlang der Isarmeile ab.
YOUMUNICH schlägt ja eine neue Kurzfilmkategorie vor, Rubrik Heimatfilm.
Aber seht selbst….
Hofer der Stadtwirt, quasi direkt um die Ecke beim neuen Rathaus, war diesmal unser Ziel, um einen Schweinsbraten zu testen. Das Ambiente im Innenhof ist ganz gemütlich, aber natürlich sehr von Touristen geprägt.
Dieses zeigte auch gleich die erste Frage des Personals: Reicht die deutsche Karte? Gut, man ist hier auf internationalen Besuch eben eingestellt. Der bestellte Schweinsbraten war in ca. 5 Minuten am Tisch. Etwas zu schnell für den kritischen Beobachter. Und so sollte es auch sein. Das Fleisch war nicht von bester Qualität, die Soße farb- und geschmacklos und die Knödel aus dem Kochbeutel. Das Essen war demnach quasi auch international, weil es eben aus vielen Fertigprodukten erstellt wurde. Fazit: Wenn es mal wieder schnell gehen muss am Marienplatz…
Die Bevölkerung wächst pro 24 Stunden um 69 neue Mitbürger an. 228 ziehen weg, dafür kommen 269 Menschen nach München zu ihrer neuen Heimat. Sechs Ausländer werden eingebürgert. 38 Babys erblicken das Licht der Welt, davon heißt jedes 55. Mädchen Anna, jeder 43. Bub Maximilian. Gleichzeitig sterben 29 Menschen.
Im Standesamt gehen pro Tag 20 Paare den Bund fürs Leben ein. Neun treffen sich zur selben Zeit vorm Familiengericht, um ihre Ehe wieder aufzulösen.
114 Mal kracht es auf Münchens Straßen. Dabei werden 16 Menschen verletzt. Etwa alle drei Wochen überlebt ein Verkehrsteilnehmer den Unfall nicht.
Die Gastwirtschaft Hohenwart in Obergiesing ist einfach ein Wirtshaus. Aber das ist absolut in Ordnung; kein falscher bayerischer Barock und “Gemütlichkeit”. Sondern quasi ein Relikt aus der guten alten Zeit. Wer Schweinsbraten und Schweinshaxen erwartet ist hier auch falsch. Natürlich gibt es die auch, aber das Angebot reicht weit darüber hinaus. Es lohnt sich auch mal andere bayerische Gerichte zu probieren, denn die gibt es. Den Schweinsbraten haben wir zwar auch inspiziert, aber der Koch hat andere Qualitäten. Zwar ist der Schweinebraten gute Hausmannskost, aber dennoch etwas entfernt von der Weltspitze. Es ist keine Spitzenküche, aber es ist anständiges und gutes Essen in einer netten und gemütlichen (gemütlich ohne Anführungsstriche) Atmosphäre. Das ist nicht zu viel und nicht zu wenig. Genau richtig.
Das dachte sich auch Gerhard Polt, als er vor fast 30 Jahren nach einem Wirtshaus Ausschau hielt, dass ideale Kulisse für seinen Film sein sollte. Hängen geblieben ist er bei der Gaststätte Hohenwart, einem Prototyp bayrischer Lebensart. Mit dem Film “Herr Ober” liefert Gerhard Polt eine bissige Satire auf das Mediengeschäft und dessen Umgang mit der Kunst und den Menschen. Im Hohenwart entstand zudem auch noch der ein oder andere Sketch („Evelyn, noch ein Zwetschgenwasser….aber Sie können ihn doch nicht in diesem Zustand fahren lassen….wieso, der is des gewöhnt, der fährt doch’n Schulbus….“)
Neben einer Kegelbahn gibt es hier auch hin und wieder Liveveranstaltungen, vom Bühnenstück bis zum Jazzabend. Besonders der Mittwochabend hat es in sich mit seinen Jamsessions. Jam-Session im Hohenwart, Giesing Video
In München steht ein Hofbräuhaus – und eines in Shanghai, Dubai, Miami Beach, Las Vegas … Inklusive dem Original am Platzl in der Landeshauptstadt sind neun Hofbräuhäuser auf drei Kontinenten verteilt. In die Krüge kommt nur original HB-Bier, entweder als Import von der staatlichen Brauerei in München-Riem oder im Lizenzbrau-Verfahren vor Ort hergestellt. Die internationalen Hofbräuhäuser sind nicht so berühmt wie ihr Vorbild am Platzl, aber sehr beliebt. Wie geht’s zu in den Beer-Halls in Las Vegas, Dubai & Co.? Wie kommt das Münchner Bier in die amerikanischen und chinesischen Krüge?
Nur steht da geschrieben, dort, wo das Bier in Lizenz gebraut wird, weils billiger is als Direktimport, bekommen die Braumeister in Amerika oder China von Hofbräu eine Schulung von Wochen? Die Ausbildung/Studium zum Braumeisteranwärter in Weihenstephan braucht 5 Jahre!!!
YM berichtet normalerweise nicht über Konkurrenz vom eigenen Geschlecht, aber irgendwie hat es der Waschbrettbaucherfinder Marcus Schenkenberg geschafft hier erwähnt zu werden. Schaut hier!
Am 27.04. berichtete die SZ über einen Vorgang, der einen normalen Menschen an den auswüchsen der Marktwirtschaft zweifeln lässt.
In Kürze: Der US-Agrarkonzern Monsanto wird einen Versuch unternehmen Fleisch von Nutztieren durch ein Patent zu schützen, welche durch deren gentechnisch veränderten Futterpflanzen aufgezogen worden sind. Das soll zumindest eine Recherche von Greenpeace ergeben haben.
Die Konsequenz: Müssen wir also in Zukunft in den Speisekarten futuristische Namen lesen wie Monsantos Bester (aus kontrolliertem Genanbau), FGT543 Schweinsbraten A7 oder Schweinsbraten Super-G by Bayer.
Hoffen wir mal, dass die Patentwut eine Grenze findet!
YouMunich wird zu gegebener Zeit einen Nameswettbewerb ausloben.
YM hat nach einem Artikel der Münchner Abendzeitung vom gestrigen Tag eine neue Umfrage gestartet. Das Thema sind die “neuen” Minibiere, die nun von den verschiedensten bayerischen Brauereien vermehrt in den Wirtschaften und Clubs angeboten werden. Im Kommen sind besonders die Biere der Tegernseer Brauerei und von Augustiner. Was haltet ihr davon? Ist das nur wieder eine neue Vermarktungsstrategie in der es wieder um Kommerz und nicht um Genuss geht? Angeblich sind die kleinen 0,33er frischer und stehn nicht so schnell ab. Nun, das liegt ja immer auch im Auge des Betrachters bzw. in der Schnelligkeit des Bierkonsums.
Dieser Satz wird normalerweise von einer trauernden Gemeinde bei der Beerdigung ausgesprochen. YouMunich hat sich aber jetzt nicht auf den Ostfriedhof begeben, sondern besuchte das Augustiner-Wirtshaus “Ewiges Licht” in Neuhausen in der Wälsungenstraße 1.
Schweinsbraten im Ewigen Licht
Unser Ziel war es diesmal wie immer, eine anständigen Schweinsbraten zu genießen und dan kam dieses Lokal gerade recht. Mittwoch zu einem Championsleague-Spiel finden wir auf der Speisekarte das Tagesangebot “Krustenbraten mit Dunkelbiersoße und Knödel inklusive Salat von der Salatbar” für 5,90 €! Das ist mal ne Ansage. Hier geht´s weiter zum Thema Und das ewige Licht leuchtet ihm…
Ja, am Fischbrunnen, da treffen sich die Massen. Das Wurmeck dagegen ist der Treffpunkt für Kenner. Das Wurmeck ist die Ecke des Neuen Rathauses in München, an der die Weinstraße in den Marienplatz mündet. Warum Wurmeck?
Das Wurmeck am Rathaus erinnert an die Pest:
Während der Pest im 15. Jahrhundert entwickelte sich eine Geschichte über die Herkunft des „Schwarzen Todes“: Ein schrecklicher Lindwurm war es, der plötzlich über der Stadt auftauchte und mit seinem Atem den Pesthauch bis in die hintersten Winkel Münchens verbreitete. Als sich das Ungetüm eines Tages direkt vor der Hauptfeurwache niederließ, richteten die Männer ein großes Geschütz auf das Herz des Drachen. Der Schuss gelang, der Drache starb – und mit ihm die Pest. Zur Erinnerung daran findet sich heute ein Lindwurm am Rathaus – an der westlichen Ecke, dem „Wurmeck“ .
Die neuesten Kommentare